Unsere Geschichte
Geschichte der Liedertafel - ab 1969/70 Gerhard Koch
- Details
- Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 24. April 2012 07:01
Das Leben einer Gruppierung von Menschen, vornehmlich eines Chores, verläuft in mehr oder weniger langen Bögen. So begann nach der Krise unserer Liedertafel 1969/70 ein neuer Schwung, der den Verein auf vorher nie gekannte Höhen führte. Gerhard Koch, Orchestermitglied der Pfälzischen Staatsphilharmonie, ein Chorleiter mit vor allem dirigentischen Fähigkeiten, wurde gewonnen, und das attraktive musikalische Programm zog auch junge Menschen an; so stieg die Zahl der Sängerinnen und Sänger bald auf ein gutes Hundert. Hinzu kamen durch die ebenfalls erneuerte Vorstandschaft gute neue Ideen, die die reine Chortätigkeit ergänzten: Die Freundschaften mit den Chören unserer Partnerstädte Mâcon, wenig später Lincoln wurden geschlossen und bis heute gehalten, ja bis in die persönlichen Verhältnisse hinein vertieft. Das brachte die beliebten Chorreisen nach Burgund und ins Lincolnshire mit sich.
Weiterhin wurden die Herrenweinabende mit guten neuen Akzenten versehen. Waren sie vorher nur noch mäßig besucht, stieg die Nachfrage nach dem originellen Männerfest nun in nicht mehr zu befriedigende Höhe. Ein zusätzlicher Glanzpunkt im Vereinsgeschehen wurde mit dem Sommernachtsfest gesetzt;
die Serie der inzwischen zum Markenzeichen gewordenen Vollmondfestlichkeit wurde 1971 begonnen und die Anziehungskraft ist bis heute ungebrochen. Ein weiterer Höhepunkt der musikalischen Vereinskurve war in den Achtziger Jahren erreicht.
So erhielt der Chor 1983 und 1984 zusammen mit der Pfälzischen Staatsphilharmonie eine Einladung zu den Osterfestspielen nach Lourdes, um dort zuerst Brahms-, Haydn- und Berlioz-, im folgenden Jahr Telemann- und Mendelssohn-Chorwerke aufzuführen. 1985 folgte der Aufführung der Bachschen h-Moll-Messe im Saalbau als besondere Anerkennung die Verleihung des städtischen Kulturpreises.
Seitdem gestaltete der Chor in seiner vollen Stärke in der Regel jährlich zwei große Konzerte, daneben Serenaden und kleinere Auftritte bei den verschiedensten Anlässen.


